Wir laden Sie herzlich ein!


Foto: Lichtbilddesigner-ei.com
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Wer frisst denn da?

 

Nicht nur den Obstbäumen unserer Anlage sieht man in diesem Frühjahr die Unbill der Frostnächte und der langen Trockenheit an. Die dadurch bereits geschwächten Bäume sind obendrein vom Ungeziefer befallen, teilweise bis zum Kahlfraß. Viele Obstbaumbesitzer in unserer Region haben das gleiche Problem. 

 

Die Unholde heißen Frostspanner, Birnenknospen- bzw. Apfelblütenstecher u. a. Um die Bäume für das nächste Jahr zu wappnen, sollten Obstbaumbesitzer gegen den Frostspannerbefall im Herbst (Ende September) Leimringe anbringen. Die Weibchen können nicht fliegen und kriechen die Stämme empor, um ihre Eier in der Nähe der Knospen abzulegen. Vertiefungen der Borke sollten z.B. mit Lehm, Baumwachs o. ä. abgedichtet werden, um ein Unterwandern der Leimringe zu verhindern. Wird Ihr Baum durch einen Pfahl gestützt, muss auch dieser mit einem Leimring versehen werden, da die weiblichen Frostspanner sonst quasi "durch die Hintertür" zur Eiablage an den Bereich der Blattknospen gelangen. Da Eier auch unterhalb der Leimringe abgelegt werden, sollten Sie die Ringe tief an Stamm ansetzen. Weil die festsitzenden Weibchen die Eier dann auf dem Leimring ablegen, müssen die Ringe im Dezember entfernt werden, denn über den Winter verliert der Kleber seine Wirkung und die ausgeschlüpften Raupen können doch noch zur Krone gelangen. Um ganz sicher  zu gehen, können Anfang Februar noch einmal Leimringe angebracht werden.

Mittlerweile gibt es übrigens einen Leim, der direkt auf die Rinde gestrichen wird und eventuell die Sache vereinfacht. Mit diesem "Kriechleim" ist bei sorgfältigem Anstrich eine bessere Abdichtung möglich. Auch Blattläuse, Ameisen und andere Schadinsekten werden von dem für die Rinde unschädlichen Leim gefangen.

Biologische  Bekämpfung für den Frostspanner ist mit Bacillus-thuringensis-haltigen Präparaten möglich, die auch gegen die Apfelbaumgespinstmotte eingesetzt werden können.

Behandlungszeitraum: April bis Mai.

 

Die Apfelblüten- bzw. Birnenknospenstecher sind Rüsselkäfer, die in Rindenspalten überwintern. Wenn die Obstbäume zur Blüte erwachen, bohren die Käfer die Blüten an und legen ihre Eier hinein. Dort schlüpfen die Larven und fressen die Blüte von innen her ab, so dass sie sich gar nicht erst öffnet. Bei starker Blüte stellen die Käfer kein Problem dar, anders aber schaut es aus, wenn die Blüten eher spärlich sind wie in diesem Jahr. Stellen wir Obstbaumbesitzer im nächsten Jahr wieder ein spärliches Blühen unserer Bäume fest, können wir ein Schädlingsbekämpfungsmittel spritzen. Die Spritzung muss bei bedecktem Himmel oder schwacher Sonneneinstrahlung vor der Eiablage erfolgen, spätestens im sog. Mausohrstadium (wenn die Knospen aufbrechen und die ersten feinen Blättchen herausspitzen) der Bäume. Da die Käfer gegen Mittag bei Temperaturen um ca. 12°C besonders aktiv sind, sollte dann gespritzt werden.

 

 

Der wichtigste Obstbaumschädling ist der Apfelwickler, die "Obstmade". Sie tritt im Jahresverlauf in zwei Generationen auf, Anfang Mai und ab etwa Anfang August. Die direkte Bekämpfung der Räupchen, die nur 3 - 4 Tage auf der Frucht zu sehen sind und sich dann hineinbohren, ist sehr schwierig. Ab Mai bis Ende August können Pheromonfallen aufgehängt werden, die die männlichen Falter anlocken und fangen. Durch diese Maßnahme wird die Population im nächsten Jahr verringert. Ab Ende Juni können etwa 10 cm breite Wellpappgürtel um den Stamm gebunden werden, die als Versteck für Larven und Puppen dienen sollen. Wöchentlich muss der Pappgürtel auf Larven untersucht werden. Diese werden vernichtet. Der Wellpappgürtel bleibt bis Anfang Oktober am Baumstamm.     
Festlegungen von wirkungsvollen Spritzterminen sind kaum möglich, da die Bekämpfung sehr temperaturabhängig ist.

 

 


Wichtige Ergebnisse der Jahreshauptversammlung 28.1.2017

 

 

Unser Verein hat nach Abschluss der Jahreshauptversammlung 2017 wieder einen kompletten Vorstand. 

Er gestaltet sich wie folgt (Aufzählung in alphabetischer Reihenfolge):

 

Andreas Huhn

Dietmar Nagel

Tina Huhn

Michael Dittmann

 

Zudem haben wir in der Versammlung beschlossen, den Jahresbeitrag pro Mitglied von vormals € 7,00 auf € 12,00 anzupassen. Jugendliche Vereinsmitglieder sind beitragsfrei. 

  

 


 

    Ihre Unterstützung ist uns wichtig!

 

Liebe Steffenberger Mitbürger,

 

die seit 2006 bestehende Birnenwiese in unserer Gemarkung in O.-Eisenhausen ist über die hessischen Landesgrenzen hinaus bekannt und in ihrer Anlage und Ausführung mit Hochstämmen wahrscheinlich deutschlandweit einmalig. Darauf sind wir sehr stolz! Der Erhalt der Birnenwiese mit ihrer umfangreichen Sortenvielfalt (über 90 Sorten) liegt uns daher sehr am Herzen.

 

In den vergangenen drei Monaten haben wir begonnen, die defekten, bereits zehn Jahre alten Tragegestelle wegzunehmen und die Beschreibungskästen mit dem Sortenbild nur noch an einem Pfosten zu befestigen. Die Abdeckung der Kästen ist entfallen. Die Arbeiten sind zum großen Teil fertiggestellt und bereits sehenswert. Von der gemütlichen Sitzbank oberhalb der Anlage hat man eine tolle Übersicht über die Anlage.

 

Damit wir die Birnenwiese langfristig erhalten können, benötigen wir viele Helfer und auch wohlwollende Geldspenden. Außerdem suchen wir dringend neue Mitglieder, die bereit sind, in der Vorstandsarbeit mitzuwirken. Gerne können auch kleinere Aufgaben übernommen werden, die sich gut bewältigen lassen. Wir sind für jede Hilfe dankbar! Ohne zusätzliche Unterstützung wird unser Verein leider große Schwierigkeiten haben, weiter zu bestehen.

Kenntnisse im Obstbau sind für die Arbeit im Vorstand nicht unbedingt erforderlich. Wir haben im Verein vier Fachwarte, die spezifische Fragen aus dem Obstbau beantworten können bzw. an die entsprechenden Beratungsstellen weiterleiten werden.

Natürlich sind uns auch jugendliche Mitglieder sehr willkommen.

 

 

Wenn Sie Interesse haben und den Verein unterstützen möchten, sprechen Sie uns bitte an! Gemeinsam können wir überlegen, in welcher Form sie sich einbringen können. Wir freuen uns auf Sie!